Mittwoch, 13. April 2011

Sie saß auf einer Mauer und ich setzte mich neben sie. Hinter uns war ein Park mit vielen Bäumen und man konnte die Vögel leben hören. Wir redeten nicht und ich schaute sie von der Seite an und ihre Haare waren sehr lebendig. Wir saßen dort sehr lange und sie sagte kein Wort, vielmehr schien sie das Schweigen zu genießen, denn sie lächelte. Dieses Lächeln, das ich so von der Seite sah, steckte auch mich an und ich nahm meine Gitarre und spielte ein wenig. Nichts großartiges, nur etwas, dass ihrem Lächeln gleichkam. Ich dachte nicht mehr viel nach, sah unsere Füße baumeln und die Sonne ihren Weg gehen. Der Wind hatte heute keine Lust, so war es auch noch bis in die Nacht warm. Ihre Locken redeten miteinander, aber konnten sich nicht auf eine Richtung einigen. Ich packte meine Gitarre weg und brach unser Schweigen. Ich erzählte ihr von mir und sie hörte mir zu. Ich erzählte ihr auch, wie ich sie sah und sie sah mich an. Wir schauten einander lange in die Augen und die Welt war sehr klein. Die Straßen war nur noch Gassen und Berge nur noch Hügel.