Freitag, 31. Dezember 2010

Nur ein Schwein

Das Schwein war sehr klein, und ich hielt ihm die Ohren zu, während er es erschoss. Es sackte dann einfach in sich zusammen und hörte auf zu grunzen. Gehört hatte es von der Welt schon nichts mehr, seit ich ihm die Ohren zugehalten hatte. Irgendwie war der Moment, in dem das kleine Schweineherz aufhörte zu pumpen sehr komisch, weil ich ihm ja die Ohren zu hielt, die Augen aber nicht. Es hat sowieso nur noch ein Auge, das andere war irgendwie mehr Narbe als Auge. Also das Schwein war jetzt tot.
Wir hatten sein Grab schon geschaufelt, jetzt steckten wir ein provisorisches Holzkreuz in die feuchte Erde.
Irgend wie wurde uns klar, dass das Schwein nicht nur ein Schwein gewesen war. Irgend wie war nicht nur das Schwein tot. Wir waren sehr stumm an diesem Tag, obwohl die Sonne schien. Es war sehr warm und wir schauten in den Himmel und dieser war sehr bedeckt mit riesigen Wolken.
Ein Loch, da wo die Sonne durchkam. Ein sehr merkwürdiger Anblick, wie die Sonne auf dieses kleine Grab schien.
Wir gingen den Weg nach Hause zu Fuß. Es war sehr anstrengend, obwohl ich eigentlich ein guter Läufer war.

Wir kamen nie wieder an. Alles war fahl geworden. Es war, als ob die Sinneszellen nicht mehr die Schönheit der Dinge aufnehmen
Mein Bruder wurde krank.
Ich blieb gesund. Ich hörte auf, Fleisch zu essen. Ich hörte auf, aus dem Haus zu gehen. Ich hörte auf, Musik zu hören. Ich schaute aus dem Fenster und sah die Bäume, wie sie da standen und wuchsen. Ohne Grund, aber sie waren ungeheuer mächtig und alt, doch den unsichtbaren Riss sah ich auch in den Bäumen. Nicht, wenn sie verletzt waren, oder ihnen ganze Äste fehlten, nein, nur indem ich darüber nachdachte, was sie eigentlich den Tag über machten.
Die Bäume waren tot. Die Bäume waren vielleicht das Gegenteil vom Schwein. Sie waren viel zu groß, als dass ich sie hätte beerdigen können. Mein Bruder konnte mir auch nicht mehr helfen, er lag im Bett und starrte an die Decke. Seine Augen waren unendlich tief.
Die Decke bewegte sich nicht. Ebensowenig wie seine Augen.

Mutter verstummte. Sie hörte einfach auf zu reden. Irgendwie hatte der Bruder sie angesteckt. Nun waren wir zwei Schweigende und einer, der niemandem zum Reden hatte. Ich wollte zu ihr.
Das Schwein tauchte wieder vor meinen Augen auf. Es war so klein, aber mit seinem einen Auge und dem Rest des Zweiten hatte es irgendwie auch sehr alt und gezeichnet ausgesehen. Nun, ich begab mich auf den Weg zur Stadt um sie zu sehen. Nur zu sehen, um ihrer Schönheit willen. Ich erschrak sehr, als ich sie sah. Sie war kein Schwein, kein Baum, aber sie war auch nicht sehr lebendig.

Dienstag, 28. Dezember 2010


"Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich, an einem kalten Wintertage, recht nahe zusammen, um, durch die gegenseitige Wärme, sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln; welches sie dann wieder von einander entfernte. Wenn nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher brachte, wiederholte sich jenes zweite Übel; so dass sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten. - So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zu einander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder von einander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehn kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance! Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden. - Wer jedoch viel eigene, innere Wärme hat bleibt lieber aus der Gesellschaft weg, um keine Beschwerde zu geben, noch zu empfangen."
Arthur Schopenhauer, Parerga und Paralipomena II

Sometimes it is preferable not to travel with a dead man.
Henri Michaux

Sonntag, 26. Dezember 2010


Ein paar wenige Menschen können etwas.
Der Rest zahlt Eintritt und will etwas erleben.
Ich steh daneben und hab Kopfweh.

Freitag, 24. Dezember 2010


Schon gesehen.
Schon gefühlt.
Schon erlebt.
Leben also. Erlebt. Also aktiv gewesen. Irgendwie. Geht das denn? Alltag, ja. Seltsames Ding. Alltag. Also Leben, ja, Leben leben, aktiv sein. Aktiv erleben. Also auch fühlen, die ganze Welt in sich aufsaugen. Gesättigt mit Leben. Vom Leben erfüllt. Ja. Das reine Leben wahrnehmen, also fühlen, leben. Ganz einfach. Ohne irgendwelche Schnörkel. Braucht keiner. Niemand. Nur die Augen aufmachen und das Leben sehen. Annehmen. Die Liebe.

Die Liebe.

Die Liebe.
Schicksal.
Wo ist sie, die Liebe?
Wenn man dich so sieht, das Leben grau, und mitten rein platzt du mit deinem hellen Schein. Was wären wir ohne dich?
Graue Gesellen, passiv, ohne Leidenschaft, ohne Gefühl, kein erleben mehr.
Was sind wir denn mit dir?
Krieger! Eifersüchtige, Törichte, Betrunkene, Gefühlslose. Das erleben? Bringt uns das dem Leben ein Stück näher?
Oder einfach ganz isolieren?
Geht das?
Schwer. Wirklich schwer.

Also dann Schicksal. Ja, müssen wir annehmen. Bleibt uns nichts anderes übrig. Aber geht das denn aktiv, mit erleben und fühlen und sehen und wahrnehmen?
Hoffentlich. Lasst uns hoffen.
Dass das Schicksal gut ist.

Oder wir gestalten einfach unser Eigenes.
Wär' ja denkbar. Vielleicht möglich, ja.

Aktiv gestalten. Aber was machen, wenn du dann kommst, einfach alles umwirfst, dich selbst in den Mittelpunkt rückst, obwohl uns die Vernunft doch sehr davon ab rät.

Dann sind wir doch gefangen, in diesem Schicksal. Also sind wir gezwungen, anzunehmen.
Passivität?

Glück muss man teilen. Wirst du das tun?
Teilen? Geht ja nur zu zweit. Also unser Glück teilen. Wenn du einfach so daher kommst, mitten rein, mit deinem hellen Schein.

Wieder Liebe.
Schicksal, Glück. Alles auf einmal, und dann auch noch teilen.

Wo soll uns da denn der Kopf stehen?

Samstag, 18. Dezember 2010

Merkel spricht von "Krieg"

Weil wir alle unfähig sind zu lieben.

Weil ich Musik höre, die nach unendlicher Weite klingt und nach weißen Wolken und nach Schwerelosigkeit. Weil ich dich sehe und dich fühle, weil ich dich rieche und weil ich dich schmecke. Weil ich mich nach dir sehne und weil ich dich nicht sehen will. Weil wir zusammen gingen ohne den Weg zu kennen und weil wir uns trennten, als der Weg sich teilte.

Weil die Liebe heute gestorben ist.

Willkommen in der Gegenwart.
In den zig Welten, in denen wir leben und uns prostituieren und verkleiden und in denen wir doch niemanden finden, der uns die richtige Welt zeigt. Und im schaurigen Dämmerlicht der Laternen werden unsere Gesichter zu grotesken Masken als wären wir alle Clowns, deren Schminke verlaufen ist.
Und wir laufen und laufen und frieren, weil die Wärme sich einen anderen Ort zum Verweilen gesucht hat, weil sie hier nur noch in leere Augen sieht. Weil hier der Mensch zum Objekt wurde. Weil der Mensch nicht besonders besonders ist. Weil er am Ende doch wieder nur ein Mensch ist. Und niemand, den man nicht ersetzen kann. Weil man alles ersetzen kann. Was sind Gefühle noch Wert, wenn sie durch Zehntausende Kilometer Kabel verschickt werden?

Was sind diese Dinge, die wir fühlen und nicht benennen können, die uns ergrauen lassen, die uns in die Tiefe ziehen, um uns zu zeigen wer wir sind. Um uns zu zeigen, was wir selbst produziert haben. Wir sind alles und alles sind wir. Wir sind die Menschen. Wir sind die Schöpfer. Und wir die Zerstörer und Wiederaufbauer.

Warum überhaupt keinen Frieden?

Weil die Liebe heute gestorben ist.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Old Love

Die Bäume schienen miteinander zu reden. Der schwache Wind, der den Strand hinauf wehte, fühle sich an wie Seide. Das Meer war ruhig, die kleinen Wellen klangen wie fernes Rauschen. Die Nacht war sehr warm, er hatte nur ein weißes T-Shirt und kurze, rote Hosen an. Er stand barfuß an einen Baum gelehnt und blickte zum dunklen Horizont. Lauschte den Gesprächen der Bäume und versank in seine eigenen Träume.
Er verließ sich selbst und entfernte sich mehr und mehr. Schließlich sah er sich, wie er zwischen den Bäumen auf das Meer schaute. Er stellte sich vor, er sei ein Maler, und malte das Bild von sich am Strand. In der Nacht. Die Nacht, in der er sie geküsst hatte. Sie verschmolzen waren...
Doch er musste gehen. Irgendetwas trieb ihn.
Er musste allein sein. Mit diesem Bild von sich selbst.
Aber in seine Gedankenwelt drang immer wieder ihr Bild.
Dieses wunderschöne, zierliche Mädchen, dessen Bewegung ihn verrückt machten. Nur wie sie ihre Hände bewegte.
Wie absurd.
Er konzentrierte sich, sein Bild weiter zu malen. Ohne sie.
Wenn er am Ende angekommen ist, ist er allein.
Sind wir alle allein.
Also muss er jetzt sein Bild malen. Ohne sie.
Denn sie hat ihr eigenes.
Wer sollte denn das aushalten?
Jeder in seinem eigenen Bild. Allein also. Aber erst am Ende – jetzt konnte er doch zu ihr gehen und sie berühren, ihre Haare in seinen Fingern fühlen, ihren Hände zusehen, wie sie ihre ganz eigene Sprache sprechen... sie küssen.
Sie küssen, das war das wunderbarste, das er bisher erlebt hatte.
Plötzlich war sie einfach da.
Diese Leidenschaft.
Zog ihn zu ihr, wie ein riesiger Magnet.
Magneten verloren ihre Anziehungskraft sehr selten.
Doch wenn, was blieb dann übrig, außer Erinnerung?
Also nur Erinnerung.
Erinnerung, wie sich ihre Lippen treffen, die Welt im Hintergrund verschwindet, und sie miteinander eins werden.
Aber was, wenn diese Leidenschaft mit der nächsten Böe einfach fortgeweht wird?
Was, wenn nur diese Erinnerung bleibt?
Ihn erfüllen wird. Diese Bilder, Gerüche, Bewegungen. Was für ein großer Schmerz, der Verlust.
Heute sind sie verschmolzen, nicht nur durch ihre Küsse, durch viel mehr. Er fühlte sich in einen Strudel gezogen, aber er ertrank nicht, er begann das Leben zu begreifen, wurde gen Himmel gerissen und sah sich, und Sie. Und er war erfüllt vom Leben. Von der Liebe. Er wollte platzen vor Glück.
Aber der Strudel verlor an Kraft. Er wurde wieder an die Oberfläche getrieben.

Montag, 13. Dezember 2010

Ich saß auf einem Stuhl an einem Tisch und Sie tanzte und es lief "Take Five".

Sonntag, 12. Dezember 2010

Hund mit heißem Hüftschwung

Ich lief. Ich ging. Ich rannte. Ich wollte. Ich konnte. Ich durfte. Ich sollte. Ich rannte.

Ich rannte. Ich konnte. Ich wollte. Ich rannte. Ich ging. Ich lief. Ich hörte auf.

Freitag, 10. Dezember 2010

Skurrile Ideen, schöne Frauen

Der Himmel war jetzt nur noch die Zimmerdecke, also schwarz und verraucht.
Ich sah Haare durch den Raum wirbeln, sah Füße in klobigen Schuhen stecken, sah Hände, verzweifelt nach Liebe suchend.
Sah Münder, die nichts sagten, sah Blicke, die sich im Nichts verloren.
Eingerahmt wurde alles von Musik, die alle hörten und keiner hörte.

Ich sah sie und sie sah mich und unsere Worte trafen sich in der Mitte.
Niemand bewegte sich, alles war still.
Die Zimmerdecke war jetzt wieder ein Himmel, sogar ein blauer und alle waren froh darüber.
"versuchen sie die versunkenen sensationen dieser weiten vergangenheit zu heben; ihre persönlichkeit wird sich festigen, ihre einsamkeit wird sich erweitern und wird eine dämmernde wohnung werden, daran der lärm der anderen fern vorübergeht."

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Geheimnisverrat ist notwendig

Es war unheimlich nacht, als es regnete. Ich hielt meinen Regenschirm hoch, doch der Wind kam von der Seite. Es war nicht kalt, aber ich wollte nicht nass werden. Ich ging über feuchte Pflastersteine, die das Licht der Laternen reflektierten. Zwei Welten.
Der Absatz meiner Schuhe klang nur kurz nach, die Nacht dämpfte sehr.
Die Stadt, und wenn ich sage die Stadt, meine ich nicht die Stadt, wie man sie kennt, sondern ich meine die Stadt bei Nacht, und nicht die Nachtstadt, die die pulsierenden Menschenknäuel auspuckt, sondern die Nachtstadt, die den Einsamen vorbehalten ist, die Stadt war sehr steinig. Von Menschen gebaut, von Menschen belebt und ich kam mir vor wie ein Fremder, wie einer, der hier zwar viel Platz hat, aber der Platz ist keiner, den man gerne ausfüllt sondern einer, der seine ganz eigene Kälte hat.
Ich wollte nicht frieren.
Der Regen setzte aus, der Wind blieb, ich fror nicht und blieb trocken. Was wünscht man sich mehr?
Wenn es regnet, will man, dass die Sonne scheint, wenn die Sonne brennt, will man, dass die Sonne weniger scheint, wenn die Sonne nicht brennt und es nicht regnet, will man zufrieden sein, wenn man zufrieden ist, will man glücklich sein, wenn man glücklich ist, glücklicher, und dann ist es gut, und es wird nie gut.
Aber ich hatte ja noch den Wind. Und meinen Kopf, weil ich weiß, dass es keine Seele gibt, kein Herz, nur meinen Kopf.
Ich lass den Regen aufhören, sogar den Wind, und dann ist es sehr warm, aber nicht heiß, und das Gras ist sehr grün und es ist Tag. Ich esse vielleicht ein Eis mit frischen Früchten.
Ein Eis, serviert mit Freundlichkeit, dann mit festem Willen bezahlt und später bereut.
Ein Eis?
Ich bin immernoch in der Stadt, es ist nacht, aber es regnet nicht mehr. Ich will mich auf eine Bank setzen, aber sie ist nass und ich will trocken bleiben, also laufe ich weiter. Ich begegne niemandem und in den meisten Fenstern brennt kein Licht mehr, manchmal sieht man nur einen wilden Bilderwechsel auf den Vorhängen. Ich habe keinen Bilderwechsel, mein Bild ist die Stadt, die Nachtstadt, in der niemand mehr zu sehen ist.

Mittwoch, 8. Dezember 2010


„Meine Geliebte ist eine Feuersäule, die über die Erde zieht. Jetzt hält sie mich umschlossen. Aber nicht die Umschlossenen führt sie, sondern die Sehenden.“

Astronomen finden Glitzerstern

Ich frühstücke. Ich esse mittags und abends auch nochmal. Dann schlafe ich. Keine Enttäuschung, da keine Worte. Ich schweige, und höre ihr zu. Sie erzählt von ihren Begegnungen, die sie den Tag über machte. Von ihrem Zusammentreffen mit einer alten Frau, die auf einer Bank saß und mit niemandem geredet hat, dabei hat sie geredet, aber man sah eben ihr Gegenüber nicht. Und die alte Frau war sehr klein und bucklig und hatte ein ungefähr hundertjahre altes Kleid an. Die Farben waren schon seit fünfzig Jahren verblichen. Die Blumen verwelkt, und ihr Gesprächspartner einfach nicht mehr da.
Von ihrem Aufeinanderprallen mit zwei Behinderten, die im Bus saßen und vor sich hin grinsten, die aussahen, als freuten sie sich einzig über das Busfahren an sich. Als wären sie noch rein wie Kinder und könnten sich über solche Dinge freuen. Vielleicht waren sie aber auch unheimlich traurig, das konnte sie ja nicht sehen, sagte sie mir. Sie konnte ja nur ihre Gesichter sehen, ihr Lachen, ihre unkontrollierten Bewegungen, die Blicke der anderen, ihren eigenen, die Unfähigkeit, angemessen zu reagieren. Was ist schon angemessen, fragt sie mich. Ich kann ihr nicht helfen.
Von ihrem Zusammenstoß mit einem Bettler, der vor einem Geschäft auf einer Hundedecke saß und niemanden anschaute, er hatte nicht mal einen Behälter zum Geld sammeln aufgestellt. Sie glaubte, sagte sie, dass er nicht auf Geld aus gewesen sei. Sein Blick war dafür viel zu aufrecht. Er saß da auch noch, als es anfing zu regnen. Alle spannten ihre Regenschirme auf, sie zog ihre Kapuze an und der Bettler blieb genauso sitzen wie vor dem Regen.
Sie wusste nicht, ob sie ihn ansprechen sollte, und dann ließ sie es bleiben und sah wieder die Blicke der anderen, die nur flüchtig wie Treibholz in der Straße vorbeitrieben.
Von ihrer Begegnung im Supermarkt, als sie an der Kasse stand und ihre Waren auf das Band legte und die Kassiererin einen Kunden anschrie, weil dieser nicht aufhörte, die Kassiererin als unfähig und dumm zu bezeichnen, nur weil die Kasse seine Kreditkarte nicht annahm. Empörte Blicke richteten sich auf ihn, sagt sie, und er hörte einfach nicht auf und die Kassiererin auch nicht. Und dann wurden auch alle anderen wütend. Und sie wusste nicht, ob sie nun wütend oder traurig sein sollte.
Was soll ich sein, fragt sie mich.
Das kann ich dir nicht sagen, sage ich.
Was soll ich sein, außer ich selbst, fragt sie.
Ja, sage ich.
Nein, sagt sie.
Was soll ich sein, frage ich sie.
Du sollst meine Antwort sein.

Dienstag, 7. Dezember 2010


Wer kann es sich leisten, ein großes Herz zu haben?

Je veux seulement aller à la plage pour savoir que je le regrettera.
Je veux seulement à la plage pour entendre ce que tu diras.
Je veux seulement à la plage pour voir que je ne suis rien.

L'ombre des nuages sur ton visage et je te veux.

Montag, 6. Dezember 2010


Heute morgen lag eine Serviette neben meinem Teller auf der stand "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein... Es darf auch etwas Liebe sein."
Ich benutzte sie dann als Taschentuch und schnäuzte rein.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Samstag, 4. Dezember 2010

Wir überqueren die Straße bei Regen. Wir rutschen nicht aus auf dem nassen Boden oder den eisernen Schienen. Wir laufen einfach weiter. Der Regen nimmt uns mit. Regen.
Wie ich dich vermisst habe, mein Freund. Regen - wie du mich einschließt in dir.
Wir laufen weiter und die Straßen sind verlassen und nass.
Ich will nicht weiter.
Wir laufen weiter.
Ich will hier bleiben.
Wir laufen weiter.
Ich will nicht mehr.
Wir laufen weiter.
Wir sehen einen See und hinter uns schließen die Bäume. Nur noch Wasser.
Ich will schwimmen.
Ich will Wasser.
Ich will nicht schwimmen.
Ich schwimme weiter.
Ich will nicht nass werden.
Ich schwimme weiter.
Ich will nicht hier sein.
Ich schwimme weiter.
Und komme am Ufer an.