Mittwoch, 26. Oktober 2011
and dimly she realized one of the great laws of the human soul: that when the emotional soul receives a wounding shock, which does not kill the body, the soul seems to recover as the body recovers. but this is only appearance. it is really only the mechanism of re-assumed habit. slowly, slowly the wound to the soul begins to make itself felt, like a bruise, which only slowly deepens its terrible ache. and when we think we have recovered and forgotten, it is then that the terrible after-effects have to be encountered at their worst.
lady chatterley's lover
david herbert lawrence
Montag, 17. Oktober 2011
the week before i leave, one of my sister's cats disappears. it's a small brown kitten and my sister says that last night she could hear squealings and a yelp. there are pieces of matted fur and dried blood near the side door. a lot of cats in the neighborhood have had to be kept inside because, if they're allowed out at night, there's a chance that the coyotes will eat them. on some nights when the moon's full and the sky's clear, i look outside and i can see shapes moving through the streets, through the canyons. it was only later i realized they were coyotes. on some nights, late, i've been driving across mulholland and have had to swerve and stop suddenly and in the glare of the headlights i've seen coyotes running slowly through the fog with red rags in their mouths and it's only when i come home that i realize that the red rag is a cat. it's something one must live with if you live in the hills.
Sonntag, 9. Oktober 2011

und wir sahen uns in die augen und unsere blicke reichten unendlich weit und weiter und wir wussten dass die welt nicht mehr ist als der rahmen für das bild das wir von unserem leben zu malen versuchen in einem moment haben wir das überwältigende gefühl alles zu erkennen und mit allem eins zu sein und im anderen verlieren wir den boden unter den füßen und am ende sind wir allein
Mittwoch, 5. Oktober 2011

Eine Bar, eine Nacht, ein Barhocker und Ich. Zeit für Gedanken. Im Hintergrund die Art von Musik, die einem ein Vakuumgefühl in den Bauch zaubert. . Ich versuche, gar nicht erst anzufangen mit den Grundfragen des Lebens.
Also Schluss mit Zweifeln an der Wahrhaftigkeit meiner Existenz. Prämisse ist also: Ich lebe und denke und frage mich nicht, wieso ich lebe, sondern was ich mit der kurzen Zeit anfangen soll. Also wie mein Leben "gestalten"? Natürlich bekomme ich bei diesem Wort "gestalten" ein ungutes Gefühl. Impliziert es doch eine so große Freiheit im Denken und Handeln, die ich niemals haben werde und auch gar nicht erreichen kann. Man kann sein Bild ja nur in dem dafür vorhergesehenen Rahmen malen und der Rahmen in unserer Zeit ist zwar ziemlich gewachsen im Vergleich zu unseren Vorfahren, doch macht das die Sache nicht leichter. Man aktzeptiert, dass es einen Rahmen gibt und man spürt diesen Rahmen nur recht selten, sodass man ihn bald ganz vergisst und nur sehr selten an ihn zurück denkt. Also ist man jetzt mitten im Leben und fängt an, es zu "gestalten".
Damit beginnen auch die Entscheidungen, deren Konsequenzen unausweichlich sind. Aber ich will das ja eigentlich nicht. Ich will gar keine Entscheidungen treffen und auch nicht gestalten, ich will Ruhe und Glück. Problem dabei ist, das klappt so nicht. Vielleicht für einen Moment, in dem man denkt, ja, jetzt bin ich erfüllt und eins mit der Welt. Am nächsten Tag wacht man doch wieder auf. Und die vielen Bücher und Ratgeber und Philosophien und Ärzte, die einen zum wahren Glück führen wollen, will ich nicht sehen. Ich will nicht wissen, was Glücksempfinden biologisch ist und wie man mir helfen kann. Ich will es selbst finden.
Natürlich müssten jetzt Stimmen in mir laut werden, die schreien, dass das ja ganz normal sei, dass es jedem so gehe und die Zeit das schon in Ordnung bringen werde. Nun, ich will diesen Stimmen kein Gehör schenken. Ich überdenke die Möglichkeit, dass ich dazu grundsätzlich gar nicht im Stande bin: Glücklich zu sein, zufrieden, mit dem, was ich habe. Es gibt viele Beispiele, die diese Möglichkeit natürlich stützen, doch abfinden kann ich mich damit nicht. Sich damit abfinden käme einer endgütligen Resignation gleich, und dann kann ich mein Leben genauso gut verkürzen. Das aber könnte ich niemals, weil man ja seinen Eltern immer etwas schuldet.
So bleibe ich eben hier und suche weiter.
Gefunden habe ich das, was ich suchte, in wenigen Momenten, die unergründlich schön waren, und doch kommen danach wieder Zweifel auf. Nie könnte ich einfach sagen: Jetzt bin ich zufrieden und glücklich. Ich müsste mich selbst belügen.

