Ich bestellte mir irgendein Essen, das mich satt machen sollte. Zu trinken wollte ich einen Gin-Tonic. Das Restaurant war sehr stilsicher eingerichtet worden und überzeugte durch seine Nüchternheit. Direkt abgetrennt zum Essbereich, in dem ich saß, gab es eine Café-Ecke, in der man in schönen Sesseln saß, die drehbar auf einem Metallfuß befestigt waren. Ich zwang mich, langsam zu essen, damit der Alkohol nicht mehr auslöste, als ich wollte. Ich blickte immer wieder rüber in die Café-Ecke. Und blickte einer normal aussehenden Frau ins Gesicht. Von ihrem Gegenüber sah ich nur ihre langen, braunen Haare und ein Teil ihrer Beine und Füße, die der freischwebende Sessel freigab.
Ich verliebte mich sofort in sie. Sie hatte hohe Schuhe an, grau, aus Wildleder und eine enge Jeans. Ihre Haare waren ziemlich glatt und schimmerten leicht im Licht. Ich war so verliebt in sie, dass ich aufhörte zu essen und auch gar nichts mehr essen wollte. Ich wollte einfach sitzen bleiben und meiner Geliebten zusehen, die sich offenbar sehr angeregt mit ihrer langweiligen Freundin unterhielt, da diese ständig zwischen Erzählen und Zuhören wechselte.
Vielleicht war sie auch nur eine Idee, genauso wie das Restaurant, in dem ich mich befand, oder das Essen, das ich zu mir nahm. Vielleicht hätte es in jeder anderen Stadt dieser Welt genauso ablaufen können. Ich aber, war hier.
Glaubte ich zumindest.
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