Montag, 21. Mai 2012


Sie steigt aus der Dusche wie eine Frau, die die Impressionisten vergöttert hätten. So natürlich und rein, dass es unecht wirkt.

Sie dreht sich um und schwebt auf mich zu. Ich träume nicht, wir küssen uns. Das ist alles. Mehr will ich nicht. Nie wieder.

Sie weiß, und ich weiß, dass diese Tage in diesem viel zu teuren Hotelzimmer in dieser viel zu schönen Hafenstadt, uns für immer gehören werden.

Auf dem frisch gemachten Bett liegen wir und sehen zum Fenster hinaus und sehen die kleinen Fischerboote in den Hafen einlaufen. Sie nimmt ihr Glas  Rotwein und wird wieder zum Gemälde.
Ich muss sie malen, aber ich kann nicht.

Wir ziehen uns an und laufen durch die fremde Stadt. Die Sprache verstehen wir nicht, aber jeder versteht uns. Wir sind eindeutig und laufen zum Hafen. Dort setzen wir uns auf die Kaimauer, Möwen hört man nur aus der Ferne.

Ich sage ihr, dass ich sie liebe. Sie erwidert, sie mich auch. Wir wissen, dass es nicht stimmt und doch wahr ist.

Sie bleibt ein Gemälde, eine Impression – Meine Liebe.

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