Freitag, 15. Juni 2012


Eigentlich lese ich gerade Zeitung, aber ich kann mich nicht konzentrieren. Draußen ist es nämlich schon dunkel, also man sieht die Wolken noch, aber es ist schon spät, und deshalb fährt, wie jeden Abend, dieses kleine Straßenputzerfahrzeug vor meinem Fenster auf und ab und fegt die Straßen. Das Geräusch seiner Bürsten ist mir mittlerweile so vertraut wie die aufheulenden Motoren der jungen Männer, die sich nachts Autorennen, ebenfalls vor meinem Fenster, liefern. Also, der eine putzt, die anderen rasen und ich will ja eigentlich schlafen. 
Ruhe.
Leider klappt das nicht so richtig, ich denke immer öfter daran, umzuziehen, aber das würde wieder Unmengen an Energie  kosten und die hab ich gerade nicht. Weil ich ja gestört werde. „Es könnte so schön sein.“
Ja. 
Ja-
Naja, immerhin ist der Gehweg morgens sauber. Zumindest von Laub und was eben so rumfliegt befreit. Die schwarzen Kaugummiflecken gehen ja nicht so einfach raus, die bleiben.

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