Freitag, 24. Dezember 2010


Schon gesehen.
Schon gefühlt.
Schon erlebt.
Leben also. Erlebt. Also aktiv gewesen. Irgendwie. Geht das denn? Alltag, ja. Seltsames Ding. Alltag. Also Leben, ja, Leben leben, aktiv sein. Aktiv erleben. Also auch fühlen, die ganze Welt in sich aufsaugen. Gesättigt mit Leben. Vom Leben erfüllt. Ja. Das reine Leben wahrnehmen, also fühlen, leben. Ganz einfach. Ohne irgendwelche Schnörkel. Braucht keiner. Niemand. Nur die Augen aufmachen und das Leben sehen. Annehmen. Die Liebe.

Die Liebe.

Die Liebe.
Schicksal.
Wo ist sie, die Liebe?
Wenn man dich so sieht, das Leben grau, und mitten rein platzt du mit deinem hellen Schein. Was wären wir ohne dich?
Graue Gesellen, passiv, ohne Leidenschaft, ohne Gefühl, kein erleben mehr.
Was sind wir denn mit dir?
Krieger! Eifersüchtige, Törichte, Betrunkene, Gefühlslose. Das erleben? Bringt uns das dem Leben ein Stück näher?
Oder einfach ganz isolieren?
Geht das?
Schwer. Wirklich schwer.

Also dann Schicksal. Ja, müssen wir annehmen. Bleibt uns nichts anderes übrig. Aber geht das denn aktiv, mit erleben und fühlen und sehen und wahrnehmen?
Hoffentlich. Lasst uns hoffen.
Dass das Schicksal gut ist.

Oder wir gestalten einfach unser Eigenes.
Wär' ja denkbar. Vielleicht möglich, ja.

Aktiv gestalten. Aber was machen, wenn du dann kommst, einfach alles umwirfst, dich selbst in den Mittelpunkt rückst, obwohl uns die Vernunft doch sehr davon ab rät.

Dann sind wir doch gefangen, in diesem Schicksal. Also sind wir gezwungen, anzunehmen.
Passivität?

Glück muss man teilen. Wirst du das tun?
Teilen? Geht ja nur zu zweit. Also unser Glück teilen. Wenn du einfach so daher kommst, mitten rein, mit deinem hellen Schein.

Wieder Liebe.
Schicksal, Glück. Alles auf einmal, und dann auch noch teilen.

Wo soll uns da denn der Kopf stehen?

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