Samstag, 18. Dezember 2010

Merkel spricht von "Krieg"

Weil wir alle unfähig sind zu lieben.

Weil ich Musik höre, die nach unendlicher Weite klingt und nach weißen Wolken und nach Schwerelosigkeit. Weil ich dich sehe und dich fühle, weil ich dich rieche und weil ich dich schmecke. Weil ich mich nach dir sehne und weil ich dich nicht sehen will. Weil wir zusammen gingen ohne den Weg zu kennen und weil wir uns trennten, als der Weg sich teilte.

Weil die Liebe heute gestorben ist.

Willkommen in der Gegenwart.
In den zig Welten, in denen wir leben und uns prostituieren und verkleiden und in denen wir doch niemanden finden, der uns die richtige Welt zeigt. Und im schaurigen Dämmerlicht der Laternen werden unsere Gesichter zu grotesken Masken als wären wir alle Clowns, deren Schminke verlaufen ist.
Und wir laufen und laufen und frieren, weil die Wärme sich einen anderen Ort zum Verweilen gesucht hat, weil sie hier nur noch in leere Augen sieht. Weil hier der Mensch zum Objekt wurde. Weil der Mensch nicht besonders besonders ist. Weil er am Ende doch wieder nur ein Mensch ist. Und niemand, den man nicht ersetzen kann. Weil man alles ersetzen kann. Was sind Gefühle noch Wert, wenn sie durch Zehntausende Kilometer Kabel verschickt werden?

Was sind diese Dinge, die wir fühlen und nicht benennen können, die uns ergrauen lassen, die uns in die Tiefe ziehen, um uns zu zeigen wer wir sind. Um uns zu zeigen, was wir selbst produziert haben. Wir sind alles und alles sind wir. Wir sind die Menschen. Wir sind die Schöpfer. Und wir die Zerstörer und Wiederaufbauer.

Warum überhaupt keinen Frieden?

Weil die Liebe heute gestorben ist.

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