Die Bäume schienen miteinander zu reden. Der schwache Wind, der den Strand hinauf wehte, fühle sich an wie Seide. Das Meer war ruhig, die kleinen Wellen klangen wie fernes Rauschen. Die Nacht war sehr warm, er hatte nur ein weißes T-Shirt und kurze, rote Hosen an. Er stand barfuß an einen Baum gelehnt und blickte zum dunklen Horizont. Lauschte den Gesprächen der Bäume und versank in seine eigenen Träume.
Er verließ sich selbst und entfernte sich mehr und mehr. Schließlich sah er sich, wie er zwischen den Bäumen auf das Meer schaute. Er stellte sich vor, er sei ein Maler, und malte das Bild von sich am Strand. In der Nacht. Die Nacht, in der er sie geküsst hatte. Sie verschmolzen waren...
Doch er musste gehen. Irgendetwas trieb ihn.
Er musste allein sein. Mit diesem Bild von sich selbst.
Aber in seine Gedankenwelt drang immer wieder ihr Bild.
Dieses wunderschöne, zierliche Mädchen, dessen Bewegung ihn verrückt machten. Nur wie sie ihre Hände bewegte.
Wie absurd.
Er konzentrierte sich, sein Bild weiter zu malen. Ohne sie.
Wenn er am Ende angekommen ist, ist er allein.
Sind wir alle allein.
Also muss er jetzt sein Bild malen. Ohne sie.
Denn sie hat ihr eigenes.
Wer sollte denn das aushalten?
Jeder in seinem eigenen Bild. Allein also. Aber erst am Ende – jetzt konnte er doch zu ihr gehen und sie berühren, ihre Haare in seinen Fingern fühlen, ihren Hände zusehen, wie sie ihre ganz eigene Sprache sprechen... sie küssen.
Sie küssen, das war das wunderbarste, das er bisher erlebt hatte.
Plötzlich war sie einfach da.
Diese Leidenschaft.
Zog ihn zu ihr, wie ein riesiger Magnet.
Magneten verloren ihre Anziehungskraft sehr selten.
Doch wenn, was blieb dann übrig, außer Erinnerung?
Also nur Erinnerung.
Erinnerung, wie sich ihre Lippen treffen, die Welt im Hintergrund verschwindet, und sie miteinander eins werden.
Aber was, wenn diese Leidenschaft mit der nächsten Böe einfach fortgeweht wird?
Was, wenn nur diese Erinnerung bleibt?
Ihn erfüllen wird. Diese Bilder, Gerüche, Bewegungen. Was für ein großer Schmerz, der Verlust.
Heute sind sie verschmolzen, nicht nur durch ihre Küsse, durch viel mehr. Er fühlte sich in einen Strudel gezogen, aber er ertrank nicht, er begann das Leben zu begreifen, wurde gen Himmel gerissen und sah sich, und Sie. Und er war erfüllt vom Leben. Von der Liebe. Er wollte platzen vor Glück.
Aber der Strudel verlor an Kraft. Er wurde wieder an die Oberfläche getrieben.
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